Neu entdeckt: Grombier – mehr als nur eine Kartoffel

Schaut man sich die Imbisslandschaft zwischen Rotebühlplatz und Rathauspassage an, dann findet man vor allem Döner, Döner und noch mehr Döner.

Abwechslung? Fehlanzeige!

Doch das soll sich nun ändern. Der Retter in der Imbiss-Misere ist die gute, alte Kartoffel. Genau diese hat nun Einzug an den Josef-Hirn-Platz in Stuttgart-Mitte gehalten. Während der Platz bisher vor allem durch Shisha-Bars und 24h-Cafés glänzte (oder halt auch nicht), hat dort in dieser Woche ein neuer Laden eröffnet, bei dem es um die Kartoffel geht.

Ist vom Grundnahrungsmittel Kartoffel die Rede, dann spricht der Schwabe auch gerne mal von der „Grombier“. Genau so nennt sich auch der neue Imbiss, der die Kartoffel in allen möglichen Varianten anbietet.

Lange stand die Ladenfläche leer. Ungenutzt. Sinnlos. Verschwendeter Raum mitten in Stuttgart. In einem aufwendigen Procedere hat man hier über ein Jahr hinweg nun einen neue, feine Gastro erschaffen.

Hallo Grombier

Auf der Karte vom Grombier stehen sechs verschiede Kartoffelgerichte. Fleischig, vegetarisch und vegan. Wer panische Angst vor Carbs hat, kann aber auch zwischen sechs verschiedenen Salaten wählen. Continue reading

Von der Westallee zum Marienplatz – Strassenfest-Recap

Es ist Sommer in Stuttgart. Zwischen Hitze und sintflutartigem Regen geht’s schon in großen Schritten Richtung August. Hochsommer! Und dann ist’s auch schon wieder September, der Herbst steht vor der Tür und joa… dann war’s das mit dem Sommer für dieses Jahr! Time flies…

Und wie jeden Sommer stehen hier in Stuttgart wieder unzählige Feste und Festle an. Fast kein Wochenende vergeht, an dem nicht in irgendeinem Stadtviertel gefeiert wird!
Schon Anfang des Monats hat man mit dem Heusteigviertelfest die Straßenfestsaison im Kessel eingeläutet! War genau 10 Minuten da, hatte irgendwie nicht so Bock mich den ganzen Abend durch die Menschenmasse schieben zu lassen! Und geregnet hat’s auch! #mimimimi

Zwei Wochen später gab’s dann die zweite Westallee, nach der Premiere im letzen Jahr war es wieder ganz nice, so zwischen dem Lerchenplatz und der Autowerkstatt meines Vertrauens! Auch im Stuttgarter Westen wissen die Leute halt wie man feiert. Aber die Musik ist dann trotzdem Punkt 22 Uhr aus! German way of Straßenfestle. Ruhe bitte! Aber isch halt so – kann man nix machen! 

Letzten Donnerstag war es dann endlich wieder so weit – das Marienplatzfest 2017 ging los. Für mich das allerbeschde Fest hier in der Stadt! Wer hätte es gedacht?! Continue reading

Spill that Wine – Walther Weinhaus

Wahrscheinlich kein anderer Ort in der Stuttgarter Innenstadt hat sich in den letzten Jahren so gemacht wie die Gegend um die Calwer Straße und Passage. Von Null zurück auf Hundert. Todgesagte leben länger. Fluxus kam – der Rest ist Geschichte!

Unabhängig vom Fluxus gibt es in dieser Ecke jetzt aber noch ein weiteres Highlight, das auf jeden Fall einen Besuch wert ist – „Walther Weinhaus“ nennt sich der neueste Star im Stuttgarter Weinbusiness! 

In kürzester Zeit hat man aus einem ehemaligen Gürtelgeschäft (so unscheinbar, dass es mir nie aufgefallen ist) in der Calwer Straße eine stylische Vinothek gemacht. Und da Wein bekanntlich immer geht – vor allem im Sommer steigt der Weinkonsum gefühlt ins Unermessliche – habe ich natürlich direkt mal beim Walther Weinhaus vorbei geschaut. So auf ein, zwei… zehn Viertele.

They try to make me go to rehab. I said no, no, no… ah nee, anderes Winehouse.

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It’s up to you, New Yörkle, New Yörkle!?

Aufmerksame Follower wissen, ich bin ein riesiger New York-Fan. NYC ist schon immer meine absolute Lieblingsstadt und ich bin sogar der festen Überzeugung, dass es auf dieser Welt keinen besseren Ort gibt als den Big Apple! New York City! Die Stadt, die niemals schläft! Beschde Stadt… also nach Stuttgart halt!

Deshalb verschlägt es mich auch irgendwie immer wieder zurück nach New York – einen kleinen #throwback zu meinem letzten Ausflug über den großen Teich gibt’s übrigens hier.

So hat es mich dann auch ein bisschen gefreut, als ich die Baustelle auf der Königsstraße gesehen habe. Jetzt eher nicht die vom future Primark (#nocomment), sondern die daneben. Denn in die ehemalige Sportarena zieht niemand Geringeres als Saks!

Boom! Saks! Kennsch? Net?

Ich beschreibe den Laden gerne als den “Breuninger von New York“. Also so ein bisschen! Von der 5th Avenue in Manhattan geht’s für Saks direkt  auf die Königsstraße. Endlich mal was Neues auf unserer Shoppingmeile, besser als noch mehr Ramsch! Wobei, da ist ja bald schon die Sache nebenan…

Doch direkte Konkurrenz wird’s für den Breuninger wohl eher nicht, denn Saks kommt mit einem „Saks off 5th“ nach Stuttgart. Es wird also ein bisschen outletmäßig werden. Off-Price. Schwäbischer Saks.

Und natürlich muss so ein Laden auch beworben werden!

Saks? Was isch des nochmal?

Daher hat sich ein gewiefter Werbemensch auch etwas „super Lustiges“ für Stuttgart ausdenken dürfen – und dieses Resultat hängt nun überall in der Stadt.

Echt jetzt? New Yörkle?

Ich konnte meinen Augen erst gar nicht trauen, musste die rotierende Werbetafel mehrere Runden lang beobachten! Fast wurde mir schon schlecht. Ob’s an den Umdrehungen oder am „New Yörkle“ lag, kann ich nicht so genau sagen. Continue reading

Dorotheen Quartier – Stuttgarts neue Mitte?

Großbaustelle Stuttgart. Überall wird gebaut. Schaffe, Schaffe, Häusle baue – oder gleich ein ganzes Stadtquartier. Während andere Baustellen in der Stadt bekanntlich eine never-ending-Story sind, hat man zwischen Breuninger und Karlsplatz verhältnismäßig schnell das Dorotheen Quartier hochgezogen. Das aus mehreren Gebäuden bestehende DOQU, wie die Coolen es nennen, soll Stuttgart eine neue Mitte geben. Und ja, das war in der Ecke auch dringend nötig! Während der Marktplatz inzwischen einer fast ausgestorbenen Betonwüste gleicht, hat sich das Leben jetzt einfach ein paar Meter weiter verlagert. Von vorm Breuninger nach hinterm Breuninger sozusagen – alles eine Frage der Perspektive.

Schon auf den ersten Blick in Stuttgarts angeblich neue Mitte wird klar – das Dorotheen Quartier soll vor allem Leute mit dem nötigen Kleingeld anziehen. Im wahrsten Sinne. Ein Mix aus Gastro und Shopping. Ein Blick in die schicken Läden, Cafés, Bars und Restaurants zeigt eine Zielgruppe von meist gut betuchten ü40ern auf. Aber das passt ja auch ganz gut in diese Ecke zwischen Breuninger, Karlsplatz und Markthalle. Und es ist tatsächlich schick geworden, das DOQU, passt hier ganz gut ins Stadtbild und architektonisch finde ich sogar das viel diskutierte Dach interessant. Vielleicht wird das Geheimnis um die ominöse „Schutzfolie“ ja irgendwann gelüftet?! Continue reading

Make Service Great Again

Stuttgart geht aus! Und das viel und oft! Ob morgens, mittags oder am Abend – die Cafés, Bars und Restaurants in der Stadt sind voll! Besonders zum Wochenende hin ist gefühlt jeder verfügbare Platz besetzt oder reserviert. Spontanes Abendessen? Manchmal gar nicht so einfach. Ich bezeichne das Ganze ja schon lange als „New Yorker Verhältnisse“, wo die guten Restaurants immer komplett ausgelastet und schon Monate im Voraus ausgebucht sind.

Aber man gewöhnt sich an vieles. An durchreservierte Läden, an die Jagd nach einem freien Platz, jetzt im Sommer am besten draußen in der Sonne, an immer kleiner werdende Pizzen auf den Tellern…

An eines will ich mich dann aber irgendwie nicht so richtig gewöhnen – die Gleichgültigkeit, mit der man als „Gast“ in manchen Läden immer wieder abserviert wird.

Servicewüste Deutschland, Servicewüste Stuttgart?

Klar, Gastro ist ein hartes Business. Klar, es ist stressig. Aber soll man das als Gast unbedingt spüren?

Ich war ja letztens so dreist und habe an einem Sonntagmorgen in einem sehr gut besuchten Café nach einem Platz für Zwei gefragt. So ganz spontan, ohne Reservierung.

Skandal! Continue reading

Ich bin ein Blogger – Holt mich hier raus

Man hat mich weggesperrt!

Skandal! Was war da los? Isch er ausgerastet, weil die Pizza am Marienplatz zu klein war? Oder kam etwa die Kehrwochenpolizei vorbei?

Nein, ich habe mich freiwillig einsperren lassen! In einen Raum – kein Handy, kein WLAN, dafür aber mit ein paar Freunden! Und das Ganze auch noch einfach nur so zum Spaß, denn die Leute von Plan B Escape Game haben mich eingeladen, einen ihrer Escape Räume in Stuttgart zu testen.

Den Trend, sich in Räume einsperren zu lassen und innerhalb einer Stunde Rätsel zu lösen, um den Raum wieder verlassen zu können, gibt es schon seit einiger Zeit. Auch in Stuttgart. Trotzdem hat man sich bei Plan B nicht abschrecken lassen und ist letzten August ins Stuttgarter Escape-Room-Exit-Game-Business eingestiegen.

Seitdem ist man in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof nicht mehr nur unfreiwillig im Stau gefangen, sondern kann sich auch ganz freiwillig für eine Stunde in einen der Räume von Plan B Escape Game „sperren“ (verschlossen wird da nix, don’t worry!) lassen. Ziel ist es, mit seinen Mitspielern innerhalb der vorgegebenen Zeit von einer Stunde das jeweilige Rätsel zu lösen und den Ausweg aus dem Raum zu finden. Hierbei zählt vor allem Teamarbeit, Kopfarbeit und – ganz wichtig –  jede Menge Spaß. Und kommt man dann mal doch nicht weiter, geben die Spielleiter, die einen über Monitore von draußen aus beobachten, mehr oder weniger hilfreiche Tipps. Spätestens nach einer Stunde ist das Spiel dann vorbei. Sollte man es in der Zeit nicht schaffen… joa, dann isch’s halt peinlich… gehen darf man aber trotzdem wieder.

Plan B Escape Game bietet in Stuttgart drei verschiedene Räume an, die ihr bequem online buchen könnt. „Der Kerker“, „Fallout“ und „Project Impossible“ stehen euch dabei zur Auswahl. Jeder Raum ist anders aufgebaut, beinhaltet andere Rätsel und unterscheidet sich je nachdem auch im Schwierigkeitsgrad.

Da wir alle zuviel Saw oder Ähnliches geschaut haben, haben wir uns für den „Kerker“ entschieden. No risk, no fun!
Zu fünft galt es innerhalb einer Stunde das Rätsel im Raum zu lösen. Ohne zu spoilern, wir haben gut gestartet, uns gegen Ende ein bisschen verrannt, aber die Aufgabe dann doch recht schnell gelöst. Ohne große Hilfe vom Spielleiter. Der hat schon gemerkt, dass wir eigentlich Superbrains sind und uns nach dem „Kerker“ noch ins „Project Impossible“ gesperrt. Continue reading

Sattlerei – There’s a new Kid on the Block

There’s a new Kid on the Block.

An der Tübinger Straße hat sich schon wieder etwas getan. Aktuell vergeht gefühlt kein Monat, ohne dass an unserem Fahrrad-Highway (manche nennen ihn auch Foodora-Highway) eine neue Location eröffnet. Kurz mal weggeschaut und schon gibt’s einen neuen Laden. So schnell geht’s hier in Stuttgart.

Unweit des Marienplatz hat jetzt die Sattlerei ihre Türen geöffnet. Dort, wo früher die Sattel der Dinkelacker Brauereipferde gelagert wurden, gibts jetzt besten Kaffee und feinste Drinks von den Machern vom Paul & George und Condesa.

Kann ja eigentlich nur gut werden und auch ein Blick durchs Fenster hat schon die letzten Wochen verraten, dass drinnen etwas Großes entsteht. Sattellager braucht man heute ja eh nicht mehr, stellt euch mal vor wir würden da mit Pferden auf der Weinsteige im Stau stehen?! Das geeeeht doch gar nicht!


Die Sattlerei soll die Atmosphäre einer großen Altbauwohnung schaffen. Zu Gast bei Freunden. Und das Konzept geht voll auf. Neben dem Eingangsbereich mit der wirklich beachtlichen Bar, bietet die Sattlerei noch drei weitere Räume (einer davon mit praktischer Durchreiche direkt zur Bar), die zum Verweilen einladen. Schon jetzt hat die Sattlerei durch ihren Rohbaucharme (oft kopiert, aber selten so gut getroffen wie hier) und die vielen kleinen Details in den Räumen sehr hohes Potenzial meine neue Lieblingslocation im Kessel zu werden. Continue reading

Mein erstes Mal: Mókuska im Stuttgarter Westen

Man mag es kaum glauben, aber auch ich war noch nicht überall in der Stadt. Skandal, Skandal! Was isch da los?!

Für viele Westler gilt das „Mókuska“ in der Johannesstraße schon lange als die Anlaufstelle für guten Kaffee. Alle waren da, außer der Mojo – der hängt ja eh den ganzen Tag nur am Marienplatz rum! Könnte man meinen, aber nein – auch ich habe es inzwischen in das kleine Café im Stuttgarter Westen geschafft.

Mit seinen hauseigenen Röstungen hat sich das Mókuska, übrigens ungarisch für „Eichhörnchen“, schon längst in der Stuttgarter Kaffeelandschaft etabliert, wird von Stuttgartern oft als Benchmark für Kaffee genannt und ist mit seinen Mókuska-Bohnen Haus- und Hoflieferant für mehrere Cafés hier in der Stadt, zum Beispiel auch für’s Condesa (aka meinem Stammcafé) am Marienplatz. Okay, ich bin da schon oft…. 

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Café Bohne – für mehr Kaffee an der Stadtautobahn!

Die Hauptstätter Straße – Heimat der nie endenden Staus und Blitzer. Viel befahren, wenig beachtet – so hätte ich unsere Stadtautobahn früher beschrieben!

Aber zum Glück hat sich auch dieses markante Stück Stuttgarts in den letzten Jahren sehr stark zum Positiven verändert. Bars (wie das Le Petit Coq oder Milliways) und Clubs (Romatica) fanden ihren Weg an den Stuttgarter Kessel-Highway. Wen stören schon die 20 bis 30 Millionen Autos, die da täglich an einem vorbeibrettern?!

Eher durch Zufall habe ich dann letzte Woche genau an dieser Straße ein neues Café entdeckt! Fragt mich nicht was da vorher drin war, aber auf Höhe vom Leonhardsviertel (dank dem Paul & George und der Fou Fou-Bar schon längst nicht mehr sooo zwielichtig!) findet ihr das Café Bohne“. So neu, dass es noch nicht mal Google Maps kennt! So neu, dass es auch drinnen noch keine Karte gab! Und so neu, dass die Tatsache einer Wandtafel mit der Aufschrift „Franceso’s Caffeteria“ die Frage aufkommen lies, wo genau wir denn jetzt nochmal sind!

Aber ob jetzt „Bohne“ oder „Caffeteria“ – das kleine Café in bester Verkehrslage ist richtig schön geworden und die Auswahl an den angebotenen und vor allem klassischen Kaffeespezialitäten lässt keine Wünsche offen. Continue reading