Amtsbesuch – Endlich (k)ein Grund zur Panik

Frohes neues Jahr euch allen!

Ich hoffe ihr seid gut reingerutscht – in Stuttgart war zu Silvester NULL Sicht, #dankefeinstaub!

Ich habe das Jahr direkt mit einem kleinen Citytrip begonnen – es ging nach Budapest! -1.000°C, aber sehr schön!

Und während ich so am Reisen war, fiel es mir auf! Am Flughafen schaute ich mir meinen Personalausweis an und stellte fest, dass dieser bald abläuft. Also in zwei Wochen! Shit!

Aber kein Problem, ich hab ja noch einen Reisepass. Doch auch der Blick auf diesen war nicht besser – denn der läuft zwei Tage nach dem Perso ab! Fail!

Panik machte sich in mir breit! Nicht, weil ich ja bald wieder verreisen möchte – nein, vielmehr anhand der Tatsache, dass ich aufs Amt aka Bürgerbüro muss!

Berühmt berüchtigt sind die Stuttgarter Bürgerbüros ja schon ein bisschen! Nicht etwa wegen schlechtem Service – nein, vielmehr wegen horrender Wartezeiten! Schon auf ihrer Homepage warnt die Stadt vor „Wartezeiten bis zu 2 Stunden!“. Und ich nur so „Yeah!“.

Zurück in Stuttgart stand der Amtsbesuch also ganz oben auf meiner To-do-Liste! Hätte ich Kehrwoche, wäre das natürlich meine Nummer 1! Aber über den Schnee dürfen sich jetzt erstmal noch lange meine Nachbarn freuen…

Also suchte ich mir einen passenden Tag aus, da wo ich Zeit hab – wie der Schwabe sagt.

So wie bei fast allen Berufstätigen, wurde es dann der gestrige Donnerstag! Öffnungszeiten bis 18 Uhr! „Wartezeiten bis zu 2 Stunden“ schwebte es mir wieder vor meinem geistigen Auge! Mach ich halt früh Feierabend! Kein Problem!

Im Hinterkopf immer die Warnung auf der Homepage: „Bei sehr starkem Besucheraufkommen und damit verbundenen längeren Warte- und Bearbeitungszeiten, muss regelmäßig schon 1 Stunde vor Ablauf der Sprechzeit die Ausgabe der Wartemarken gesperrt werden, donnerstags bereits ab 16 Uhr!“.

Also eilte ich nach Hause, suchte meine Unterlagen zusammen und machte mich schon ein bisschen aufgeregt auf den Weg zum Bürgerbüro Süd am Marienplatz! Mit jedem Schritt, dem ich dem Amt näher kam, hoffte ich immer mehr… „bitte, bitte sei nicht zu voll!“. Auf lange Wartezeiten eingestellt, hatte ich sogar ein Buch dabei. Vesper, Schlafsack, Zahnbürste und nochmal eine Notration Maultaschen habe ich dann aber doch daheim gelassen. No risk, no fun!

Und so erreichte ich das Amt um 16:50 Uhr – also genau 50 Minuten nachdem möglicherweise schon gar niemand mehr aufgenommen wird. Im Wartebereich sind noch 4-5 weitere Personen! Ich bin verwirrt, wo sind denn die ganzen Leute?!

Die Anzeigetafel verkündet 175, zögerlich gehe ich Richtung Wartemarkenausgabeautomat (so der korrekte Begriff… glaub ich) und drücke auf den Knopf! Ganz langsam kommt der Zettel mit meiner Nummer raus! Isch des aufregend! Was habe ich? Die 824 oder  eher die 2342???

Es ist…. die 181!

Hä, wie jetzt? Ich bin irritiert! „Isch des vielleicht ein Fehler?“ will ich schon fragen!

*Ding* – im Hintergrund wird schon die 177 aufgerufen!

Ich setze mich hin. Aber nur kurz.

*Ding* – die 179 ist inzwischen dran!

Ich habe hier die 180 – will die jemand?“ fragt eine Frau. Niemand meldet sich, ich sag ihr, dass ich die 181 bin und bekomme ihre Wartemarke in die Hand gedrückt!

Und schon werde ich aufgerufen, komme dran. Drinnen wird mit Highspeed gearbeitet. Das Passfoto wird mir aus der Hand gerissen. Stempel hier, Unterschrift da, EC-Karte glühen lassen, ein Lächeln – und schon bin ich wieder draußen. Zeitaufwand = 15 Minuten! Fast schon enttäuschend, schließlich habe ich ALLEN die ganze Woche etwas pampig erzählt, dass ich meinen Feierabend GANZ BESTIMMT im Bürgerbüro verbringen muss.

Inzwischen hat sich der Wartesaal draußen dann doch noch ordentlich gefüllt! „Perfektes Timing, hoffentlich haben die alle ein Vesper dabei!“ denke ich mir und verschwinde schnell wieder.

 

Mojo

 

 

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