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Nachts aufm Wasen

Der Wasen – nichts wird hier in Stuttgart so sehr geliebt und zugleich auch so sehr gehasst wie das Volksfest! Okay, Autofahren vielleicht noch. Fakt ist, der Wasen spaltet die Stadt. Klingt jetzt hochdramatisch, ist es für manche aber auch. Zumindest wer schonmal (nüchtern) eine Fahrt in einem der Saufzüge – den Bahnen, die die Leute zum Wasen hin und dann vor allem auch wieder vom Wasen zurück bringen – mitgemacht hat, weiß wovon ich spreche. So kurz nach Feierabend kann so ein gegröltes „Atemlos“ dann halt schon ziemlich nerven. Naja, eigentlich zu jeder Tageszeit…. Andere hingegen würden zur Wasenzeit am liebsten gleich ins Bierzelt einziehen, schließlich ist der Wasen ja nur zweimal im Jahr. Olé, Olé…

Ich find den Wasen ja so ganz okay. Mit den richtigen Leuten, genug Bier und Brathendl, lässt es sich sogar in so nem Zelt ganz gut aushalten. Also ein bisschen. Einmal Wasen reicht dann aber auch. Jeden Tag muss das nicht sein. Ich muss ja irgendwann auch noch die Kehrwoche machen… oder Leute ermahnen, nicht mehr „Stuggi“ zu sagen! Ich durchsuche Instagram jetzt lieber nicht nach #Stuggiwasen..

Da ich der schwäbischen Bürgerpflicht diese Woche aber entkommen konnte, hat’s mich dann doch mal auf den Wasen verschlagen. Doch diesmal war alles anders. Denn ich war zum Flanieren dort! Ja, Flanieren! Kein Bier, kein Zelt, kein „Atemlos“! Einfach mal so über den Wasen drüberlaufen. Wasen ohne Saufen. Continue reading

The other Day after the Wasen…

Noch genau eine Woche wird Stuttgarts größte Party auf dem Cannstatter Wasen gefeiert, dann ist das 77. Frühlingsfest auch schon wieder rum! 

Und da Feiertage zum Feiern da sind, gings am 1. Mai selbstverständlich genau dort hin! 

Ich weiß nicht ob es am Dauerregen lag oder ob die „Antiwasistische Partei“ in Stuttgart immer mehr Anhänger hat, zumindest war ich am Nachmittag in der U1 vom Marienplatz bis zur Mercedesstraße der einzige Fahrgast in Lederhosen! Erst beim Ausstieg in Bad Cannstatt kam mir dann das erste „Schalalalalaaaa…“ entgegen und da waren sie auch, die Dirndl und Lederhosen – nochmal Glück gehabt, der Wasen findet defintiv statt!

Nach einer kleinen Vorglührunde gings dann durch den Regen über den Wasen Richtung Grandls, wofür wir vor knapp 100 Jahren Tische reserviert hatten! There’s no business like Wasenbusiness – dachte sich wahrscheinlich auch der Betreiber des Riesenrutschenfahrdings (ihr wisst welches ich meine, oder?), der sein „wegen Regen vorrübergehend geschlossen!“-Schild an diesem Tag auch einfach in ein „Geschlossen!„-Schild hätte tauschen können… 

Im Zelt dann angekommen bereits eine mega Stimmung! Es dauert keine 10 Minuten bis von der Bühne das erste „Atemlos“ ertönt – und hey, es war dann tatsächlich auch das letzte Mal an diesem Tag! Respekt! 

  

Unsere Bedienung bringt uns die ersten Maß Bier, quetscht (!!!!) sich mit seinem Bierbauch durch die Bankreihen, um seine 70 Cent Bedienungsgeld einzusammeln und unweigerlich fragen wir uns, was passieren würde, wenn jetzt Kim Kardashian die Bedienung im Festzelt wäre? Würden alle im Zelt kettenreaktionsmäßig von den Bierbänken fallen??? Man kann es nur erahnen…. 😉 

Generell gilt das Grandls im Vergleich zu Zelten wie dem Wasenwirt ja als „weniger asozial und vieeeeeel kultivierter“ – stimmt auf den ersten Blick auch! Jedoch gerät diese These mit fortschreitender Stunde und zunehmendem Bierkonsum dann doch auch gewaltig ins Wackeln! Denn irgendwann wird auch am Nachbartisch gepöbelt und ein paar Tische weiter die Kotze auf dem Boden vom Zeltpersonal stilecht mit den Speisekarten abgedeckt (Funfact: an genau der Stelle steht später ein Pärchen und macht rum – sehr romantisch!!!!)

Des isch halt der Wasen! Die Stimmung im Zelt ist jedoch durchgehend gigantisch, besonders beliebte Partygäste sind in diesem Jahr die Minions und Einhörner, welche erst noch in der Menschenmenge und später an der Zeltdecke mitfeiern! „It’s so fluffy… I’m gonna die!

  

Drei bis vier bis fünf… Maß später ist die Wasenparty um 23:30 Uhr dann vorbei! Traditionsgemäß findet die Aftershow-Party in einem lustigen Fahrgeschäft unserer Wahl statt – und auch diesmal steht Stuttgart für ein paar Minuten wieder Kopf! 

Des isch doch verrückt?! Ein bisschen – aber wie singt man so schön? „Scheiß drauf, Wasen ist nur zweimal im Jahr…“ 

Mojo 



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The Day after the Wasen

They Day after the Wasen!
Heute wegen gestern geschlossen!
Ich weiß nicht ob mir wegen dem vierten oder fünften Maß von gestern oder wegen „Schwiegertochter gesucht…“ auf RTL heute so schlecht ist! 😉

Naja, so wie mir wird es gerade sicher noch genug anderen Leuten in und um Stuttgart gehen, die auf dem Cannstatter Wasen waren.
Und immerhin haben diesmal angeblich über 4 Millionen Feierwütige das Volksfestspektakel besucht.
Am 3. Oktober wurde das Gelände dann sogar wegen „Überfüllung“ geschlossen und der Nahverkehr in und um Stuttgart kam eh gefühlt jeden Tag zum erliegen.
Laut Bahnanzeige an den S-Bahn-Stationen musste man während der Wasenzeit generell mit „verhaltensgestörten Personen“ rechnen! #TrueStory

Auf dem Weg in den Wasenwirt habe also auch ich mich gestern durch die Massen an „verhaltensgestörten Personen“ gequetscht!
„Boah sind die Assi“ denkt man bevor man ins Bierzelt geht, etwa 6 Stunden und mehrere Maß später sieht die Wasenwelt dann schon ganz anders aus! 😉

Im Zelt wie immer warm, dass der Schweiß von der Decke tropft (#SoEklig) und mit literweise Bier geht es Atemlos durch die Nacht…

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Durchgehalten bis das Licht im Zelt angemacht wird. Musik aus. Nix wie raus. Frische Luft!

Traditionsgemäß wird noch was verrücktes gefahren. Egal was, hauptsach‘ mit Überschlag!

Also stehn meine Welt und der Fernsehturm in der Ferne dann noch ein paar Minuten Kopf und ich weiß nicht ob ich oder meine Begleitung neben mir lauter schreit! Tradition erfüllt!

An der U-Bahn-Station dann das erwartete Chaos!
Eine halbe Stunde stehen wir in der ebenso stehenden U11 Richtung Innenstadt!
Irgendwann müssen wir die Bahn verlassen, „die Jugendlichen haben die Türen beschädigt“ heißt es… diesmal also keine „verhaltensgestörten Personen“?!

Die nächste U-Bahn fährt dann zum Glück endlich ohne Probleme, die Menschenmasse singt voller Begeisterung „Aber scheiß drauf, die U-Bahn fährt nur einmal im Jahr!“.
Ole, Ole… Stuttgart im Ausnahmezustand!
Der U-Bahn-Fahrer sagt ein paar mal noch „ich habe Verständnis für Ihre Feierlaune, aber bitte ziehen Sie jetzt nicht an den roten Hebeln“ durch, es lässt sich niemand dazu provozieren! Besser so, schon sind wir wieder in Stuttgart-Mitte!

Heute endet der Wasenwahnsinn dann wie immer mit einem Feuerwerk.
Bis zum Frühlingsfest 2015 ist dann Schluss mit zusammenbrechendem Nahverkehr, betrunkenen Leuten in der U-Bahn und „verhaltensgestörten Personen“ in Stuttgart…. so die Theorie! 😉

Aber scheiß drauf, Wasen ist nur zweimal im Jahr… und macht Stuttgart zu der coolen Stadt, die sie ist! 🙂

Mojo

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Wasen-Endspurt!

Die größte Party Stuttgarts hat in den letzten drei Wochen definitiv auf dem Cannstatter Wasen stattgefunden!
Trotz Aprilwetter at its best, trotz Lärmbeschränkung von 80 Dezibel in den Zelten und trotz wieder steigenden Preisen für’s Maß Bier (ja, es ist Absicht, dass man auf einen 10€-Schein fast nichtsmehr (!!!!) rausbekommt) – in diesem Jahr kratzt das Frühlingsfest an der Marke von 1,5 Millionen Besuchern!

Drei Wochen war die Stadt nun also im absoluten Ausnahmezustand!
Der Wasen ist immer die Zeit, wenn dir morgens schon Leute im Dirndl oder in Lederhosen begegnen!
Und sich sämtliche U-Bahnen Richtung Cannstatt aus allen Nähten platzend in grölende Partyshuttles verwandeln!
Hier wächst Stuttgart zusammen“ – was für eine Shopping-Mall gilt, dass gilt noch viel mehr für die Zelte auf unserem Wasen!

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Vermutlich ein paar Millionen Liter Bier, unzählige halbe Hähnchen und ganz sicher eine Milliarde mal „Atemlos durch die Nacht“ später endet das 76. Stuttgarter Frühlingsfest genau HEUTE!!!
Standesgemäß natürlich mit einem großen Feuerwerk. Ob dies nicht die verordneten 80 Dezibel an Lautstärke überschreitet? Scheiß drauf, Wasen ist nur zweimal im Jahr….. 😉

Mojo

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Atemlos durch den Wasen – aber net so laut, gell?!

Seit fast einer Woche geht’s auf dem Cannstatter Wasen wieder rund.
Bier, Party, noch mehr Bier, Gegröle… Stuttgart im absoluten Ausnahmezustand!

Und genau dieses Gegröle ist der Stein des Anstoßes für die wohl lustigste Wasen-Schlagzeile EVER:

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Da feiert Stuttgart wohl etwas lauter als die von der Stadt verordneten 80 Dezibel!
Sobald Helene Fischer „Atemlos durch die Nacht“ geht, erreicht der Lärm- und Stimmungspegel im Festzelt angeblich sogar skandalöse 110 Dezibel! Und das auf einem VolksFEST? Skandaaaaal! Stuttgart mal wieder ganz rebellisch! 😉

Okay, die Bild übertriebt ja (angeblich) gern mal ein bisschen, den ganzen Artikel gibt es trotzdem hier zu lesen…

Inwiefern man den genannten „Politiker“ für voll nehmen sollte… man weiß es nicht!
Und ein ganz verrückter Tipp für die in ihrer Nachtruhe zutiefst gestörten Anwohner rund um den Wasen: „Aber sche** drauf, Wasen ist nur zweimal im Jahr… Ole Ole….“! 😉

In diesem Sinne, Prost! 😉

Mojo

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