Stuttgart Man in New York / I’m still, I’m Still Mojo from the Blog

New York ist schon immer meine Lieblingsstadt! Also nach Stuttgart natürlich – aber des isch ja klar, gell?!

Seit ich denken kann wollte ich immer nach New York City! Und seit ich die Skyline von Manhattan vor etwa sechs Jahren zum allerersten Mal gesehen habe, verschlägt es mich immer wieder zurück in den Big Apple!
These streets will make you feel brand new, big lights will inspire you… heißt es ja in Empire State of Mind von Jay-Z und Alicia Keys und ich finde, dass keine Aussage mehr auf NYC zutrifft als diese! Okay, diese Streets sind dann teilweise schon ein bisschen anstrengend und laut, vor allem wenn man sich in Midtown Manhattan aufhält! Sowohl auf dem Times Square als auch auf der Fifth Avenue ist zu jeder, wirklich jeder (!!!), Tageszeit die Hölle los. Wie auf der Königsstraße an einem Samstag in der Schlussverkaufs-Saison, nur mit mehr Touristen und Berufstätigen, die extrem gestresst in ihre Büros in den Wolkenkratzern hetzen. Naja, wenigstens haben sie vom Schreibtisch aus sicher einen guten Ausblick!  If I can make it there, I’ll make it everywhere! Zeit ist Geld – nirgendwo merkt man das mehr als in diesem Teil von Manhattan!

Aber man kann New York auch wunderbar entschleunigt erleben! Abseits vom Trubel in Midtown, den Menschenmassen am Times Square und Touristen mit Selfiesticks.

Jedes mal wenn ich nach New York komme, verschlägt es mich auf die Highline. Eine stillgelegte Bahntrasse entlang des Hudson Rivers an der Westseite von Manhattan, die über die Dächern bzw. vorbei an den Hochhäusern im Stadtteil Chelsea verläuft. Hier wurde das Urban Gardening sozusagen erfunden, denn während unten die Taxis und Autos bestimmt eine Menge Feinstaub produzieren (in New York gibt’s dazu aber keinen Alarm), wird auf der Highline gegärtnert und gepflanzt was das Zeug hält. Eine grüne Oase, mitten in der Großstadt. Und neben dem Central Park, der in Manhattan natürlich DIE Anlaufstelle ist, um im Grünen zu entspannen oder einfach mal langsam laufen zu können bzw. zu dürfen (niemals vor New Yorkern herumschlendern!!!), hat sich die Highline zu einem weiteren Ort entwickelt, in der das laute und schnelle Leben der Stadt weit weg scheint.

Unterhalb der Highline befindet sich übrigens auch der Chelsea Market! Inzwischen zwar auch oft überlaufen, findet man hier Bücher, Kunst und vor allem großartiges Essen! Ein Traum für jeden Foodblogger, der ich nicht bin, aber trotzdem immer wieder voller Begeisterung durch diesen großen Markt gehe.

Zum beliebten Thema Essen lässt sich in New York folgendes sagen. Die Auswahl ist riesig, es erschlägt einen schier! Es gibt glaube ich nichts, was es nicht gibt! Ihr wollt Raclette mit japanischen Einflüssen? In New York City findet ihr dazu sicher eine Location. Um bei der ganzen Auswahl einen Überblick zu haben und nicht etwa in irgendwelchen dubiosen Läden oder bei den gängigen Fastfood-Ketten zu landen, bietet es sich an, ein paar Leute in New York zu kennen oder im Voraus einfach Google zu fragen. Oder beides! Gute Recherche ist in diesem Fall die halbe Miete!

Wie so ziemlich alles, ist auch das Essen in New York recht teuer und seit neuestem aber vor allem eins: Glutenfree! Dies hat mich bei meinem Trip jetzt eigentlich ständig verfolgt. Bis in den Flieger! Was isch da los?  Glutenfree Brot, glutenfree Kuchen, glutenfree Pizza, glutenfree EVERYTHING – es scheint als wäre dieses Gluten der neue Staatsfeind! Eine panische Angst vor dem bösen Gluten zieht sich durch die Speisekarten der New Yorker Restaurants.

Wie konnte ich mit Gluten fast 2 Meter groß werden? Und muss ich nun auch Angst davor haben? Gibt es hier überhaupt schon glutenfreie Maultaschen? Glücklicherweise ist das Essen in New York, egal ob „to go“ oder „for here“, aber oft zehnfach, also ganz organic, in Plastik verpackt – dann kommt dieses böse Zeug da schon nicht dran, oder?! 


Das schöne an New York ist aber, dass sich die Stadt immer wieder verändert und man ständig etwas Neues entdeckt. Es gibt wohl keine Stadt, in der sich „einfach mal loslaufen und gucken“ so sehr lohnt wie hier. Man munkelt vor Fluxus & Co. gab es in NYC schon lange Pop-Up-Stores und Temporary-Shoppingkonzepte. In dieser Stadt, mit ihren unterschiedlichen Menschen aus allen Kulturen, entstehen weltweite Trends und jedes Viertel hat seinen ganz eigenen Style! Die berühmte Upper East Side ist komplett anders als die Upper West Side, obwohl „nur“ der Central Park dazwischen liegt. Midtown ist laut und hektisch, während es in Lower Manhattan und im East Village schon wieder verhältnismäßig ruhig zugeht, aber ein paar Meter weiter an der Wall Street und im World Trade Center wieder das große Geld gemacht wird! Und trotzdem ist New York irgendwie überall wunderschön und faszinierend (wenn man Städte mag – wer im Urlaub nur auf Natur pur und Stille steht, sollte bitte niemals nach NYC gehen, gell?!).


Früher etwas unterschätzt und vernachlässigt, ist heute auch Brooklyn ein Ort, der für mich nicht mehr aus New York wegzudenken ist. Einmal über die berühmte Brooklyn Bridge rüber und schon ist man wieder in einer ganz anderen Welt!

Mit einem Kaffee von der Brooklyn Roasting Company im Künstlerviertel DUMBO, kann man es sich im Brooklyn Bridge Park gemütlich machen – der Blick auf die Skyline von Manhattan auf der anderen Seite des East Rivers ist einfach unbezahlbar! So wie übrigens auch die Wohnungen eigentlich überall in New York oder das Shoppen in einem der stylischen Läden in SoHo oder Williamsburg, dem absoluten Hipsterviertel in Brooklyn! Hier empfiehlt sich neben einem Besuch auf der Bedford Avenue auch ein Abstecher zu Artists & Fleas, einem großen Floh-/Designmarkt mit vielen coolen Sachen. Selbstverständlich auch hier meist nur für das nötige Kleingeld! Auf den Wechselkurs ist dabei schon lange kein Verlass mehr…


Vielfältig war bei meinem Trip übrigens auch das Wetter. An einem Tag noch ohne Jacke durch den Central Park geschlendert, am nächsten Tag bei Minusgraden und Schnee durch die Straßen von New York gerannt. Doch auch bei Kälte und Schnee geht der Zauber und der Vibe dieser Stadt nicht verloren.

Dem Blizzard konnte ich dann just-in-time entkommen, zurück im Stuttgarter Kessel wurde ich von frühlingshaftem Wetter empfangen, während die Ostküste der USA in eine einzige Winterlandschaft verwandelt wurde.

 

Also, wenn nicht Stuttgart, dann definitiv New York!!!!

 

Mojo 

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