Was machsch eigentlich diesen Sommer?

Der Sommer 2019 ist für viele vor allem eines: viel zu warm! Hitzewelle, Hitzewelle. Auch meinem Blog war’s die letzten Wochen (und sogar Monate) definitiv zu heiß – und gut, vielleicht habe ich auch noch den ein oder anderen Trip gemacht und war deshalb einfach nicht da. Ja, diesen Sommer habe ich einfach mal so gut wie alle Sommer- und Stadtfeste in Stuttgart verpasst. Außer das Marienplatzfest natürlich, Marienplatzfest isch Pflicht! Aber Westallee, Heusteig- und Bohnenviertelfest und wie sie alle heißen – 2019 ohne mich! Skandal, Skandal!

Aber wo war ich denn genau? Und wie habe ich das mit der Kehrwoche geregelt bekommen? Diese Fragen will ich hier ein bisschen beantworten – im Fall, dass ihr mir nicht auf Instagram folgt und dort eh schon alles mitbekommen habt. Also: Was machsch eigentlich diesen Sommer?

 

Out of Town

Im Juni ging es erstmal ans Wasser – besser gesagt an den Gardasee und den Bodensee. Deutscher geht also kaum – auch bei den Autos, die sich für die Fahrt nach Italien über den Brenner schoben. Von Stuttgart nach Bardolino in 10 Stunden? Kein Problem, einfach über ein langes Wochenende hinfahren. Ganz Reutlingen, Esslingen, Waiblingen, Göppingen, Ludwigsburg, Stuttgart und München haben die gleiche Idee. Dort angekommen war aber dann natürlich alles super schön. La Dolce Vita meets la deutsche Touristen – zu diesem Thema habe ich übrigens hier einen Artikel für Stadtkind Stuttgart geschrieben.

Ich war vorher ja noch nie am Gardasee. Wer mich kennt, weiß, dass ich ja eher der Städtetyp bin. Aber etwa 20 Autominuten von Bardolino entfernt liegt auch schon Verona. Und während die Orte rund um den Gardasee von den Touristen überrannt werden, ist in Verona noch alles ein bisschen entspannter. Kleine Gassen, gutes Essen und Negroni an jeder Ecke – ja, in Italien lässt es sich gut leben. Ein paar Impressionen vom Gardasee und aus Verona gibt es jetzt:

 

 

Flucht vor der Kehrwoche

Kaum wieder zurück in Stuttgart, ging die Reise auch schon weiter. Und was gibt es noch deutscheres als den Gardesee? Richtig, den Bodensee – das schwäbisch Meer. Gut, hier war ich Gast auf einer Hochzeit. Gefühlte 50 Grad an diesem Tag, aber trotzdem sehr schön. Manchmal muss man nur ein, zwei Stunden von Stuttgart wegfahren – schon fühlt es sich nach Urlaub an. Kleiner Fun Fact: Genau an dem Wochenende war ich daheim auch mit der Kehrwoche dran. Selbstverständlich habe ich das Brautpaar gefragt, ob sie ihre Hochzeit deswegen vielleicht um eine Woche verschieben könnten. Haben sie natürlich nicht und ich hab die Kehrwoche – rebellisch wie ich bin – einfach schon donnerstags vor meiner Abreise gemacht. No risk, no fun – es ist aber alles gut gegangen. Die bösen Zettel in Hausflur blieben aus. Eigentlich schade…

 

 

Endlich wieder Italien…

Ich liebe spontane Reisen. Deshalb ging es, nachdem ich nur etwa zwei Wochen zurück in Stuttgart (schaffe, schaffe, Maultaschen essen) war, auch schon wieder weiter. Und da mich La Dolce Vita in Verona ja schon so begeistert hatte, hieß das Ziel nochmal bella Italia. Italien hat es mir diesen Sommer halt echt angetan. Wo sich Stuttgart (fast) wie Italien anfühlt, erfahrt ihr übrigens hier in einer weiteren Story für Stadtkind Stuttgart.

 

Ciao Turin…

Der erste Stopp war diesmal Turin. Mit knapp 900 Tausend Einwohnern gehört die Stadt in der Region Piemont zu einer der größten Städten Italiens. Wenn wir an Italien denken, dann denken wir oft an Venedig, Mailand, Rom, Florenz oder – vor allem hier in Süddeutschland – an den Gardasee. Turin ist aber auch eine Stadt, die man unbedingt auf dem Schirm haben sollte. Die Stadt an sich ist recht modern und wohlhabend – und das sieht man auch. Ähnlich wie in Mailand sind die Straßenzüge hier sehr clean, die Architektur an vielen Ecken recht modern. Mir gefällt das – man darf es aber natürlich nicht mit Rom oder Venedig vergleichen. Die Küche in Turin ist einfach, dafür aber super lecker. Pizza und Pasta all day? Warum nicht?! Eine absolute Empfehlung von mir ist in Turin übrigens die Gelateria La Romana in der Via Santa Teresa. Ich habe wirklich noch nie bessere Eis gegessen. Allein dafür lohnt sich eine Reise nach Turin. Und auch kulturell wird in dieser Stadt einiges geboten. Vom Ägyptischen Museum bis hin zum extrem coolen Filmmuseum – in Turin wird’s einem definitiv nicht langweilig.

 

 

 

Die Gelehrte, die Rote, die Fette – Bologna 

Und wenn man schon in Italien ist, warum nicht noch gleich ein bisschen weiter fahren? Knapp 3 Autostunden von Turin entfernt liegt Bologna  – die Gelehrte, die Rote, die Fette. Diese Kosenamen hat Bologna wegen ihrer Universität (die älteste Europas), ihrer roten Ziegel und mittelalterlichen Türme und ihres fantastischen Essens.

Mit knapp 400 Tausend Einwohnern ist Bologna wesentlich kleiner als Turin und trotzdem ist hier definitiv mehr los. Mag an den vielen Studenten liegen, die aus der ganzen Welt kommen, um in Bologna zu studieren oder einfach daran, dass dieses Stadt einfach viel mehr das italienische Flair versprüht. In Bologna kann man sich einfach treiben lassen, durch die vielen verwinkelten Gassen laufen, unter den kilometerlangen Arkaden hindurch, Streetart an jeder Ecke entdecken und unfassbar leckeres Essen genießen.

Apropos Essen! Ganz vorne mit dabei: Ragù – also Bolognese, die – wer hätte es gedacht – aus Bologna stammt. Ziemlich viele Restaurants haben das Gericht auf ihrer Karte, besonders lecker fand ich es bei Va Mo Là im Stadtteil Ghetto Ebraico. Nur ein paar Meter weiter gibt’s in der Trattoria Pizzeria Belle Arti übrigens die größte und beste Pizza überhaupt. Und auch sonst bietet Bologna an jeder Ecke irgendwelche kulinarischen Highlights. Schinken, Käse und Antipasti werden eigentlich überall zum Aperitivo serviert und über die genialen gefüllten Brioche aus den Bäckereien müssen wir gar nicht sprechen…

 

 

Florenz – Endlich wieder Selfiesticks…

Bologna ist tatsächlich immer noch ein Geheimtipp. Ganz anders sieht es da schon in Florenz aus, welches man mit dem Highspeed-Zug in knapp 40 Minuten (etwa 30 Euro pro Strecke) erreicht. Wir waren einen Tag in der Stadt, hat dann aber auch gereicht. Sich am Dom vorbei durch die Uffizien schieben lassen – umgebenen von Reisegruppen und Selfiesticks. Da geht es in Bologna definitiv entspannter zu. Und auch wenn Bologna vielleicht nicht so „atemberaubend schön“ wie Florenz ist, hat es mir dort eindeutig besser gefallen.

 

 

Wie die Band Wanda so schön singt: Wenn jemand fragt wohin du gehst, sag nach Bologna.

Oder einfach nach Italien… ist immer eine gute Idee! Ciao!

 

Mojo 

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